Marceau Mollard

20.7.1896 – 21.11.1944

  • Geb. am 20.7.1896 in Cuise-La-Motte.
  • Gest. am 21.11.1944 im KZ Mauthausen.

Marceau Mollard wurde am 20. Juli 1896 in Cuise-La-Motte in Frankreich geboren. Er wuchs in der Picardie auf und diente während des Ersten Weltkrieges in Frankreich und Italien als Soldat. Während dieser Kriegsjahre lernte er die Friseurin Elise Hugonneng kennen, die er 1922 heiratete.

Nach dem Krieg arbeitete Mollard als Automonteur und zog  mit seiner Frau nach Clermont-en-Argonne, wo er 1926 seine eigene Werkstatt eröffnete. 1929 kam sein Sohn André zur Welt. Dessen Sohn Xavier führt immer noch den Familienbetrieb.

Marceau Mollard wurde am 30. August 1944 ebenso wie 111 weitere Männer aus der Gemeinde festgenommen. Die Festnahmen waren eine Vergeltungsmaßnahmen der Deutschen nach einem Gefecht zwischen Widerstandskämpfern und einem Gestapo-Konvoi am Tag zuvor. Mollard wurde als politischer Häftling festgenommen, weil er Autos der Widerstandskämpfer repariert hat. Sein Vater und sein Sohn wurden auch festgenommen, aber wieder freigelassen. Marceau nicht. Er kam zunächst ins Gefängnis in Ecrouves, danach ins Charles III-Gefängnis in Nancy und wurde schließlich in das KZ  Natzweiler deportiert.

Mollard kam am 4.9. 1944 im KZ Dachau an, aber hier blieb er nicht lange. Am 14.9.1944 wurde er in das KZ Mauthausen überstellt, wo er am 16.9.1944 ankam. Er überstand die schrecklichen Haftbedingungen nicht mehr lange und starb am 21.11.1944 im KZ Mauthausen.

Verfasserin des Gedächtnisblatts

Johanna Mollard, Urenkelin.