Chronik 2018

Januar

Der BLLV erinnert bei einer Gedenkfeier am 25. Januar im NS-Dokumentationszentrum in München der ermordeten und verfolgten jüdischen Lehrerinnen und Lehrer in Bayern. Davor gibt es eine Lehrerfortbildung zu Erinnerungsprojekten. Beide Veranstaltungen sind eng mit dem Partnerprojekt des Gedächtnisbuchs „Erinnern“ des BLLV verbunden.

Zur Ausstellungseröffnung der Wanderausstellung „Namen statt Nummern“ im Gymnasium Markt Schwaben am 31. Januar rezitieren Schülerinnen und Schüler bei einer szenischen Lesung aus den Biograpien von verfolgten Lehrerinnen und Lehrern. Die Biographien stammen aus einem W-Seminar des Gedächtnisbuchs/des Projekts „Erinnern“.

Februar

Vom 15. Februar bis zum 8. April zeigt die Pfarrgemeinde Radibor die Ausstellungen „Namen statt Nummern“ und „Geistliche im KZ Dachau“. Es gibt ein Begleitprogramm.

März

12 neue Biographien für das Gedächtnisbuch stellten die ehrenamtlichen Autorinnen und Autoren am 22. März bei der Jahrespräsentation des Gedächtnisbuchs vor.

April

Von 20. April bis 30. Mai 2018 wird die Ausstellung „Geen nummers maar namen“ in Amsterdam im Geselligkeitsverein De Tweede Uitleg gezeigt, jetzt ganz neu mit multimedialer Ergänzung. Das Begleitprogramm umfasst einen Bericht von Jos Sinnema über die „Englandfahrer“ Jaap van Mesdag und Ernst Sillem, sowie einen Film von Berend Katz, der die Geschichte seines in Dachau gestorbenen Urgroßvaters recherchierte.

Die KZ-Gedenkstätte Dachau zeigt ab dem 27. April für etwa ein Jahr in ihrem Sonderausstellungsraum die Ausstellung „Namen statt Nummern – Niederländische politische Häftlinge im KZ Dachau“. Die Ausstellung wurde vom Widerstandsmuseum Amsterdam konzipiert, zugrunde lagen die niederländischen Gedächtnisblätter. Bei der Ausstellungseröffnung sprachen u.a. der niederländische Generalkonsul Peter Vermeij, die Schülerin Sydney Weith, die Leiterin des Widerstandsmuseum Liesbeth van der Horst sowie Jos Sinnema, der Leiter des Gedächtnisbuchs Niederlande.

Die Versöhnungskirche in der Gedenkstätte zeigt parallel zur Ausstellung in der Gedenkstätte bis zum 30. September 2018 die Wanderausstellung des Gedächtnisbuchs „Namen statt Nummern“.

Mai

Das Buch „Die 50er Jahre im Landkreis Dachau. Wirtschaftswunder und Verdrängung erscheint“. Es enthält einen Beitrag von Sabine Gerhardus: „Spätfolgen der NS-Verfolgung bei Überlebenden der nationalsozialistischen Konzentrationslager im Landkreis Dachau“.

Juni

Die Arbeitsniederlegung der niederländischen Zwangsarbeiterinnen im Dachauer Außenlager Agfa-Kamerawerke stand im Mittelpunkt der Lesung aus den Erinnerungen von Kiky Gerritsen-Heinsius in der KZ-Gedenkstätte am 5. Juni 2018. Die Lesung fand im Rahmen des Begleitprogramms zur Sonderausstellung „Namen statt Nummern – Niederländische politische Häftlinge im KZ Dachau“ statt, es las die Schauspielerin Lydia Starkulla. Das Gedächtnisblatt über Kiky Gerritsen-Heinsius hatte die Schülerin Anna Krombacher 2012 verfasst.

August

Maja Lynn und Beata Tomczyk beenden ihr Jahr als Freiwillige von Aktion Sühnezeichen Friedensdienste turnusgemäß. Vielen Dank!

September

Als Freiwillige von Aktion Sühnezeichen Friedensdienste beginnen Maeva Keller aus Frankreich und Anastasiia Lapteva aus Russland ihre Mitarbeit am Gedächtnisbuch.

Im Gymnasium Grafing startet unter Leitung von Geschichtslehrerin Petra Köpf ein neues W-Seminar zum Gedächtnisbuch und zum Projekt „Erinnern“ des BLLV. Es ist das dritte W-Seminar in Zusammenarbeit mit dem Gedächtnisbuch-Projekt, das von Petra Köpf betreut wird.