Chronik 2016 und 2017

 

2017

Januar

Die W-Seminarteilnehmerinnen und -teilnehmer des Freisinger Camerloher Gymnasiums stellen ihre biographischen Forschungen für das Gedächtnisbuch in einer öffentlichen Präsentation vor. Ehemalige Häftlinge des KZ-Dachau aus der Region Freising sind das Thema ihrer Arbeiten.

In Bergkirchen präsentiert die Geschichtswerkstatt im Landkreis Dachau die Ausstellung zu Häftlingen aus dem Landkreis. Im Mittelpunkt der Ausstellungseröffnung stehen die Lebensgeschichten der Brüder Glas aus Bibereck/Bergkirchen. Alle drei Brüder waren aufgrund ihrer Widerständigkeit gegen die Nationalsozialisten im KZ Dachau eingesperrt. Agco Halmen und Andreas Kreutzkam haben ihre Biographien erforscht.

Die Berufsfachschule für Kinderpflege in München zeigt die Ausstellung „Namen statt Nummern“. Eine intensive Einbettung in den Unterricht begleitet die Ausstellungspräsentation.

März

Zur Erinnerung an den 2016 verstorbenen Schirmherrn der Ausstellung Max Mannheimer erhält die Ausstellung „Namen statt Nummern“ ein neues Banner.

11 neue Biographien für das Gedächtnisbuch stellen ihre Autorinnen und Autoren bei der Jahrespräsentation am 22. März vor.

April

Drei Schülerinnen und ein Schüler aus dem niederländischen Baarn stellen ihr Gedächtnisblatt für Meindert Hinlopen während eines Gottesdiensts in der Versöhnungskirche vor.

Das Los Angeles Museum of the Holocaust zeigt bis zum August die Ausstellung „Namen statt Nummern“, ergänzt um eigene Exponate und ein Rahmenprogramm.

Mai

Verlegung von fünf weiteren Stolpersteinen in Dachau durch den Künstler Gunter Demnig. Einer dieser Stolpersteine erinnert an den Arzt Samel Gilde, seinen Lebensweg recherchierte Christoph Triebfürst vom Dachauer Josef-Effner-Gymnasium für das Gedächtnisbuch.

Die Ausstellung der Geschichtswerkstatt wird in Vierkirchen gezeigt. In ihrem Mittelpunkt stehen die Schicksale zweier Häftlinge des KZ Dachau aus Pasenbach und Vierkirchen, Johann Bieringer und Wilhelm Pflüger.

Juli

Alle derzeit digital verfügbaren Gedächtnisblätter und eine große Anzahl von Originalauszügen aus Akten des Gesundheitsamts übergibt Klaus Schultz als Trägerkreisvertreter an Archivar Albert Knoll vom Archiv der KZ-Gedenkstätte Dachau.

Die Geschichts-AG an der Weichser Theresia-Gerhardinger-Realschule beginnt mit der Arbeit an einem Gedächtnisblatt zu Josef Nieberle.

August

Das digitale Gedächtnisbuch in der Versöhnungskirche nimmt seinen Dienst auf.

Lera Plotnyk und Sandra Usselmann beenden ihren Freiwilligendienst für Aktion Sühnezeichen Friedensdienste im Gedächtnisbuchprojekt.

September

Die Christus König Kirche in Oeffingen zeigt die Ausstellungen „Namen statt Nummern“ und „Priester im KZ Dachau“ im Rahmen der Gedenkveranstaltungen zum 75. Todestag Albert Eises.

Beata Tomczyk und Maja Lynn beginnen ihr Freiwilligenjahr für Aktion Sühnezeichen Friedensdienste in Dachau.

Oktober

Schloss Hohenkammer zeigt die Ausstellung der Geschichtswerkstatts und des Gedächtnisbuchs „Hohenkammer in der NS-Zeit, Namen statt Nummern – Lebensgeschichten aus dem dörflichen Widerstand“  vom 27.10.2017 bis in den November 2017. Gezeigt werden Exponate zur Geschichte des Orts und seiner Bewohner im Nationalsozialismus. Das Besucherinteresse ist ungewöhnlich groß.

 

2016

Januar

Vom 13. Januar bis zum 7. Februar 2016 ist die Ausstellung „Das Lager und der Landkreis“ in Haimhausen im Rathaus zu sehen. Porträtiert wird auch der Haimhausener Nachkriegsbürgermeister Johannes Kling, der im Lauf der NS-Zeit zweimal als Gegner der Nazis inhaftiert war.

Am 27. Januar stellt das Gedächtnisbuch-Team im Dachauer Rathaus diese neue Website vor Förderern und Presse vor. Wir bedanken uns sehr für das Interesse!

Februar

Am 21. Februar 2016 eröffnet die Ausstellung „Das Lager und der Landkreis“ in Sulzemoos. Sie ist bis zum 17. März zu sehen.

Am 25. Februar 2016 ist das Projekt Gedächtnisbuch Thema beim Seniorenstudium des Dachauer Forums.

März

Vom 1. März bis zum 31. Mai 2016 ist in der KZ Gedenkstätte Vught in den Niederlanden die Wanderausstellung ‚Namen statt Nummern‘ zu sehen.

Das Thema „Einführung in Zeitzeugen-Interviews“ steht auf der Tagesordnung des Lehrgangs der Geschichtswerkstatt am 8.3.2016 im  in Indersdorf. Sabine Gerhardus referiert zum Thema.

Am 22. März 2016 findet die Jahrespräsentation des Projekts in der Kirche des Karmel statt. Neun Biographien aus den Niederlanden, Deutschland und Polen werden der Öffentlichkeit vorgestellt.

April

Die Ausstellung „Das Lager und der Landkreis“ ist vom 7. bis 17. April in der Grundschule in Petershausen zu sehen.

Im Historischen Museum Bamberg liegen seit 9. April 2016 Biographien von Bamberger jüdischen Lehrern und anderen NS-Verfolgten aus. Sie wurden von Schülerinnen des Eichendorff-Gymnasiums Bamberg im Schuljahr 2013/14 für das Biographie-Projekt des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbands (BLLV) „Jüdische Lehrer in Bayern“ und das „Gedächtnisbuch für die Häftlinge des KZ Dachau“ verfasst. Einsehbar sind die Biographien in der Leseecke der Dauerausstellung „Jüdisches in Bamberg“.

Vom 22. April bis zum 13. Mai ist die Ausstellung „Das Lager und der Landkreis“ im Rathaus Hebertshausen zu sehen.

Mai

Die Katholische Seelsorge an der KZ‑Gedenkstätte Dachau zeigt die Ausstellungen „Namen statt Nummern“ und „Geistliche im KZ Dachau“ vom 25. bis 29. Mai 2016 auf dem 100. Deutschen Katholikentag in Leipzig. Mehrere Veranstaltungen begleiten die Präsentation.

Selina Moosbauer erhält für ihre Seminararbeit und ihr Gedächtnisblatt über Andreas Lenz im Projekt „Namen statt Nummern“ am Gymnasium Grafing den 1. Preis im Heimatkundlichen Wettbewerb des Landkreises Ebersberg.

Juli

Der frühere hessische Minister Gerhard Bökel besucht das Gedächtnisbuch. Sein besonderes Interesse gilt der Geschichte des Train Fantôme.

Andreas Kreutzkam zieht sich aus dem Team und dem Trägerkreis zurück. Wir danken ihm sehr für die äußerst hilfreiche und engagierte Unterstützung von Anfang an und über seinen Eintritt in den Ruhestand hinaus!

August

Auf einer Gedenkveranstaltung im Dr. von Haunerschen Kinderspital in München stellt Thomas Nowotny seine Recherchen für das Gedächtnisblatt zu dem Kinderarzt Ludwig Kaumheimer vor.

September

Mit großer Trauer reagiert das Team des Gedächtnisbuchs auf den Tod von Max Mannheimer, der das Projekt lange Jahre unterstützt hat. Mit ihm verlieren wir den Schirmherren unserer Ausstellung.

Valerija Plotnik aus Kiew und Sandra Usselmann aus Lancaster verstärken als Freiwillige von Aktion Sühnezeichen Friedensdienste das Team des Gedächtnisbuchs. Etwa gleichzeitig beenden Agco Halmen und Maurycy Przyrowski ihren Freiwilligendienst.

Am Gymnasium Grafing startet erneut ein W-Seminar „Namen statt Nummern“, wieder unter der bewährten Leitung von Geschichtslehrerin Petra Köpf.

Oktober

Das Archiv der Gedenkstätte Dachau verwahrt nun Projektunterlagen des Gedächtnisbuchs. 16 Ordner wandern bei der ersten Übergabe ins Archiv.

Dezember

23 Seminararbeiten über jeweils einen Häftling im KZ Dachau sind in den vergangenen Monaten in den W-Seminaren in Bamberg und Freising entstanden.