Enzmann, Hermann

Hermann Enzmann

7.9.1900 – 18.5.1966

  • Geb. am 7. September 1900 in Fischern bei Karlsbad.
  • Verhaftung aufgrund seiner Zugehörigkeit zu sozialdemokratischen Organisationen, vom November 1938 bis zum März 1939 im KZ Dachau.
  • Gest. am 18.5.1966 in Dachau.

Kurzbiographie

Hermann Enzmann wurde am 7.9.1900 in Fischern bei Karlsbad als Sohn des Porzellanarbeiters Anton Enzmann und seiner Frau Anna Antonia Enzmann geboren. Hermann Enzmann lernte Schuhmacher und arbeitete in den 20er und 30er Jahren im erlernten Beruf, als Porzellanarbeiter, im Straßenbau, bei Baufirmen, Ziegeleien und auch im Steinbruch seines Schwiegervaters. 1928 heiratete er, das Ehepaar bekam drei Kinder.

Die Zugehörigkeit zu sozialdemokratischen Organisationen war wahrscheinlich der Grund für seine Verhaftung am 27.10.1938, nach der Besetzung der sudetendeutschen Gebiete durch die Deutschen. Enzmann wurde zunächst im Gefängnis in Karlsbad und dann im Zuchthaus Zwickau gefangen gehalten und schließlich als sogenannter Schutzhäftling im November 1938 in das KZ Dachau verschleppt. Im März 1939 entließen ihn die Nationalsozialisten aus dem KZ, im April 1940 wurde er zum Militär eingezogen. Nach einer Verletzung 1944 hielt er sich wieder in Karlsbad auf.

Die Zwangsumsiedlung als Deutscher aus dem sudetendeutschen Karlsbad brachte ihn wieder nach Dachau, wo er künftig wohnte und auch wieder Mitglied der sozialdemokratischen Partei war. In Dachau wurde ihm verwehrt, den erlernten Beruf als Schuhmacher auszuüben. Am 18.5.1966 starb Hermann Enzmann in Dachau.       

Gedächtnisblatt als pdf-Datei

Das Team des Gedächtnisbuchs bereitet derzeit die Online-Veröffentlichung des Gedächtnisblatts vor.

Video: Präsentation des Gedächtnisblatts am 22. März 2021

https://vimeo.com/538568772

Verfasser des Gedächtnisblatts

Peter Frey (Schüler in Dachau), 2021.

Weitere Infos im Blog

22.3.2021: Am 22. März 2021 ab 15 Uhr online: Jahrespräsentation

17.3.21: Alles im Kasten! Dreharbeiten zur Jahrespräsentation

12.3.21: Einladung zur Online-Jahrespräsentation am 22. März

10.1.21: Spannende Fährtensuche