Rudolf Endres

1912 – 1981

  • 18.1.1912 in Rudoletz / Rudolec.
  • Gest. 1981.

Kurzbiographie der Brücer Otto, Rudolf und Theodor Endres

Rudolf: * 18.1.1912 in Rudoletz / Rudolec

Theodor: * 1911 (Pardubitz) oder 1914 (Kleinhadersdorf) – Geburtsdatum und -ort unklar

Otto: * 23.3.1913 Otto in Gerlsdorf/Jerlochovice

Die drei Brüder entstammten einer kinderreichen Roma-Familie und wurden wegen dieser Zugehörigkeit von den Nationalsozialisten in Konzentrationslager deportiert. Alle drei Brüder mussten in verschiedenen Lagern Zwangsarbeit leisten. Nur Rudolf Endres überlebte die Lager. Otto Endres starb Anfang 1943 in Neuengamme. Theodor Endres, der sich in Neuengamme Tuberkulose-Untersuchungen unterziehen musste, kam 1944 vermutlich in Majdanek ums Leben. Rudolf Endres starb Anfang der 80er Jahre.

Gedächtnisblatt

Das Team des Gedächtnisbuchs bereitet derzeit die Online-Veröffentlichung des Gedächtnisblatts vor.

Verfasserin des Gedächtnisblatts

Diana Unger (Schülerin in Dachau), 2021.

Weitere Infos im Blog

22.3.2021: Am 22. März 2021 ab 15 Uhr online: Jahrespräsentation

17.3.21: Alles im Kasten! Dreharbeiten zur Jahrespräsentation

12.3.21: Einladung zur Online-Jahrespräsentation am 22. März

Theodor Endres

1911/1914 – 1944

  • * 1911 (Pardubitz) oder 1914 (Kleinhadersdorf) –  Das genaue Geburtsdatum ist unklar.
  • Gest. 1944 vermutlich in Majdanek.

Kurzbiographie der Brücer Otto, Rudolf und Theodor Endres

Theodor: * 1911 (Pardubitz) oder 1914 (Kleinhadersdorf) – Geburtsdatum und -ort unklar

Otto: * 23.3.1913 Otto in Gerlsdorf/Jerlochovice

Rudolf: * 18.1.1912 in Rudoletz / Rudolec

Die drei Brüder entstammten einer kinderreichen Roma-Familie und wurden wegen dieser Zugehörigkeit von den Nationalsozialisten in Konzentrationslager deportiert. Alle drei Brüder mussten in verschiedenen Lagern Zwangsarbeit leisten. Nur Rudolf Endres überlebte die Lager. Otto Endres starb Anfang 1943 in Neuengamme. Theodor Endres, der sich in Neuengamme Tuberkulose-Untersuchungen unterziehen musste, kam 1944 vermutlich in Majdanek ums Leben. Rudolf Endres starb Anfang der 80er Jahre.

Gedächtnisblatt zu Otto und Theodor Endres als pdf-Datei

Das Team des Gedächtnisbuchs bereitet derzeit die Online-Veröffentlichung des Gedächtnisblatts vor.

Verfasserin des Gedächtnisblatts

Lena Richter (Schülerin in Dachau), 2021.

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22.3.2021: Am 22. März 2021 ab 15 Uhr online: Jahrespräsentation

17.3.21: Alles im Kasten! Dreharbeiten zur Jahrespräsentation

12.3.21: Einladung zur Online-Jahrespräsentation am 22. März

Otto Endres

23.3.1913 – 1943

  • Geb. am 23. März 1913 Otto in Gerlsdorf/Jerlochovice.
  • Gest. 1943 in Neuengamme.

Kurzbiographie der Brücer Otto, Rudolf und Theodor Endres

Otto: * 23.3.1913 Otto in Gerlsdorf/Jerlochovice

Theodor: * 1911 (Pardubitz) oder 1914 (Kleinhadersdorf) – Geburtsdatum und -ort unklar

Rudolf: * 18.1.1912 in Rudoletz / Rudolec

Die drei Brüder entstammten einer kinderreichen Roma-Familie und wurden wegen dieser Zugehörigkeit von den Nationalsozialisten in Konzentrationslager deportiert. Alle drei Brüder mussten in verschiedenen Lagern Zwangsarbeit leisten. Nur Rudolf Endres überlebte die Lager. Otto Endres starb Anfang 1943 in Neuengamme. Theodor Endres, der sich in Neuengamme Tuberkulose-Untersuchungen unterziehen musste, kam 1944 vermutlich in Majdanek ums Leben. Rudolf Endres starb Anfang der 80er Jahre.

Gedächtnisblatt zu Otto und Theodor Endres als pdf-Datei

Das Team des Gedächtnisbuchs bereitet derzeit die Online-Veröffentlichung des Gedächtnisblatts vor.

Verfasserin des Gedächtnisblatts

Lena Richter (Schülerin in Dachau), 2021.

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22.3.2021: Am 22. März 2021 ab 15 Uhr online: Jahrespräsentation

17.3.21: Alles im Kasten! Dreharbeiten zur Jahrespräsentation

12.3.21: Einladung zur Online-Jahrespräsentation am 22. März

Leo Baerwald

20.9.1883 – 8.4.1970

  • Geb. am 20. September 1883 böhmischen Saaz/Žatec.
  • Gest. am 8. April 1970 in New York.

Kurzbiographie

Leo Baerwald kam 20. September 1883 im böhmischen Saaz/Žatec als Sohn eines Rabbiners zur Welt. Baerwald studiert jüdische Theologie und Philosophie in Breslau und Erlangen (Promotion 1905). Von 1906 bis 1911 arbeitete er als Religionslehrer in Breslau, 1911 schloss er an der dortigen Universität das Jüdisch-Theologische Seminar ab. Ab Februar 1911 war Baerwald als zweiter Rabbiner in München tätig, 1918 wurde er zum ersten Rabbiner gewählt. 1911 heiratete er Jenny Blumenthal. Von 1914 bis 1917 betreute Baerwald deutsche Truppen als Feldrabbiner.

Bereits in den frühen Jahren der Weimarer Republik wehrte er sich gegen den aufkommenden Nationalsozialismus und gegen Antisemitismus. Nach dem Novemberpogrom 1938 wurde Baerwald verhaftet und in das KZ Dachau gebracht, Ende November entlassen. Bis zu seiner Emigration nach New York 1940 war Baerwald Rabbiner in München.

1940 gründete er zusammen mit anderen Emigranten in New York die Gemeinde Beth-Hillel. Am 8. April 1970 starb Leo Baerwald in New York.

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Verfasser des Gedächtnisblatts

Jan Schock (Schüler aus Dachau), 2021.

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22.3.2021: Am 22. März 2021 ab 15 Uhr online: Jahrespräsentation

17.3.21: Alles im Kasten! Dreharbeiten zur Jahrespräsentation

12.3.21: Einladung zur Online-Jahrespräsentation am 22. März

Walter Neff

22.2.1909 – 31.8.1960

  • Geb. am 22. Februar 1909 in Westheim bei Augsburg.
  • Gest. am 31. August 1960 in München.

Kurzbiographie

Walter Neff kam am 22. Februar 1909 in Westheim bei Augsburg zur Welt. Der gelernte Landwirt wurde 1938 nach dem Anschluss Österreichs verhaftet, da er 1934 einen von Nationalsozialisten geplanten Sprengstoffanschlag zur Anzeige gebracht hatte. Im KZ Dachau musste er neun Monate in Einzelhaft verbringen, dann drei Monate in der Strafkompanie, anschließend in verschiedenen Arbeitskommandos.

Ab 1941 arbeitete er als Häftlingspfleger im Krankenrevier. Ab 1942 wurde Neff auf der Versuchsstation des SS-Arztes Sigmund Rascher eingesetzt. Auf Betreiben Raschers wurde er 1942 aus dem KZ Dachau entlassen, jedoch als Zivilangestellter der SS zwangsverpflichtet. Daher musste er weiter unter Rascher arbeiten. 1944 wurde er Kommandoführer eines Dachauer Außenkommandos, nach der Flucht eines Häftlings versetzte man ihn zu einem Panzerjagd-Kommando. Kurz vor Kriegsende kehrte er heimlich nach Dachau zurück, dort beteiligte er sich am Dachauer Aufstand.

Neff wurde 1946 verhaftet, als Häftling zog ihn das Gericht im Nürnberger Ärzteprozess als Zeuge heran. Einer erneuten Verhaftung 1948 entzog sich Neff mit Hinweis auf die verbüßten 17 Monate amerikanische Untersuchungshaft. Neff arbeitete in der Nachkriegszeit nach verschiedenen anderen Tätigkeiten in der Fabrik von Georg Scherer in Dachau. Sein Verhalten im KZ Dachau wurde von Dachau-Überlebenden sehr kontrovers beurteilt. Neff starb am 31. August 1960 in München.

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Video: Präsentation des Gedächtnisblatts am 22. März 2021

https://vimeo.com/538568772

Verfasserin des Gedächtnisblatts

Laura Knall (Schülerin aus Dachau), 2021.

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22.3.2021: Am 22. März 2021 ab 15 Uhr online: Jahrespräsentation

17.3.21: Alles im Kasten! Dreharbeiten zur Jahrespräsentation

12.3.21: Einladung zur Online-Jahrespräsentation am 22. März

Nikolaj Sergejewitsch Adamtschik

5.3.1924 – 25.5.2013

  • Geb. am 5. März 1924 in Tjup-Dschankoj/Krim (UdSSR).
  • Zwangsarbeit in Deutschland, Haft in einem Außenlager des KZ Buchenwald, ab Oktober 1944 im KZ Dachau, im Anschluss daran im Buchenwalder Außenlager Gandersheim.
  • Gest. am 25. Mai 2013.

Kurzbiographie

Nikolaj Sergejewitsch Adamtschik kam am 5.3.1924 in Tjup-Dschankoj/Krim (UdSSR) zur Welt. 1937 wurde sein Vater als „Volksfeind“ erschossen, er selbst, seine Mutter und ein Bruder in die Verbannung geschickt. Erst 1941 kehrten sie auf die Krim zurück. Adamtschik wurde zur Armee eingezogen, geriet in Kriegsgefangenschaft, konnte fliehen und wurde als Zwangsarbeiter nach Deutschland geschickt. In Gießen beteiligte er sich an Sabotageaktionen. 1944 musste er fliehen, wurde gefasst und in einem Außenlager des KZ Buchenwald inhaftiert. Im Oktober 1944 war er im KZ Dachau, anschließend im Buchenwalder Außenlager Gandersheim. Nach seiner Rückkehr wurde er Rechnungsführer in einer Fabrik. Nikolaj Adamtschik starb am 25.5.2013.

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Verfasserin des Gedächtnisblatts

Anastasiia Lapteva (Freiwillige von Aktion Sühnezeichen Friedensdienste in Dachau), 2020.

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22.3.2021: Am 22. März 2021 ab 15 Uhr online: Jahrespräsentation

17.3.21: Alles im Kasten! Dreharbeiten zur Jahrespräsentation

12.3.21: Einladung zur Online-Jahrespräsentation am 22. März

Arthur Asur Berlinger

31.10.1887 – 1944

  • Geb. am 31.10.1887 in Würzburg.
  • Gest. am 1944 in Auschwitz.

Kurzbiographie

Arthur Asur Berlinger wurde am 31.10.1887 in Würzburg geboren. Er studierte an der Israelitischen Lehrerbildungsanstalt in Würzburg. Nach dem Studium arbeitete er an der Israelitischen Präparandenschule in Burgreppach. Von Dezember 1916 bis Mai 1918 war er Soldat, danach kehrte er in seine Stelle zurück. 1919 heiratete er Bertha Braunold, mit der er zwei Töchter hatte. 1922 zog Arthur Berlinger mit seiner Familie nach Schweinfurt und unterrichtete dort an der jüdischen Schule.

In der Reichspogromnacht wurde er festgenommen und in das KZ Dachau gebracht, nach knapp einem Monat erfolgte die Entlassung. Der Familie war es möglich, die beiden Töchter mit einem Kindertransport nach England zu retten. Bertha und Arthur Berlinger wurden am 23.9.1942 nach Theresienstadt deportiert. Im Ghetto Theresienstadt gelang es Arthur Berlinger, einen Gebetsraum einzurichten und mit Wandmalereien auszustatten. 1944 wurde das Ehepaar Berlinger nach Auschwitz gebracht, beide wurden dort ermordet.

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Verfasserin des Gedächtnisblatts

Theresa Ziegler (Schülerin in Dachau), 2021.

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22.3.2021: Am 22. März 2021 ab 15 Uhr online: Jahrespräsentation

17.3.21: Alles im Kasten! Dreharbeiten zur Jahrespräsentation

12.3.21: Einladung zur Online-Jahrespräsentation am 22. März

10.1.21: Am wichtigsten: der Kontakt zur Familie

Hermann Enzmann

7.9.1900 – 18.5.1966

  • Geb. am 7. September 1900 in Fischern bei Karlsbad.
  • Verhaftung aufgrund seiner Zugehörigkeit zu sozialdemokratischen Organisationen, vom November 1938 bis zum März 1939 im KZ Dachau.
  • Gest. am 18.5.1966 in Dachau.

Kurzbiographie

Hermann Enzmann wurde am 7.9.1900 in Fischern bei Karlsbad als Sohn des Porzellanarbeiters Anton Enzmann und seiner Frau Anna Antonia Enzmann geboren. Hermann Enzmann lernte Schuhmacher und arbeitete in den 20er und 30er Jahren im erlernten Beruf, als Porzellanarbeiter, im Straßenbau, bei Baufirmen, Ziegeleien und auch im Steinbruch seines Schwiegervaters. 1928 heiratete er, das Ehepaar bekam drei Kinder.

Die Zugehörigkeit zu sozialdemokratischen Organisationen war wahrscheinlich der Grund für seine Verhaftung am 27.10.1938, nach der Besetzung der sudetendeutschen Gebiete durch die Deutschen. Enzmann wurde zunächst im Gefängnis in Karlsbad und dann im Zuchthaus Zwickau gefangen gehalten und schließlich als sogenannter Schutzhäftling im November 1938 in das KZ Dachau verschleppt. Im März 1939 entließen ihn die Nationalsozialisten aus dem KZ, im April 1940 wurde er zum Militär eingezogen. Nach einer Verletzung 1944 hielt er sich wieder in Karlsbad auf.

Die Zwangsumsiedlung als Deutscher aus dem sudetendeutschen Karlsbad brachte ihn wieder nach Dachau, wo er künftig wohnte und auch wieder Mitglied der sozialdemokratischen Partei war. In Dachau wurde ihm verwehrt, den erlernten Beruf als Schuhmacher auszuüben. Am 18.5.1966 starb Hermann Enzmann in Dachau.       

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Das Team des Gedächtnisbuchs bereitet derzeit die Online-Veröffentlichung des Gedächtnisblatts vor.

Video: Präsentation des Gedächtnisblatts am 22. März 2021

https://vimeo.com/538568772

Verfasser des Gedächtnisblatts

Peter Frey (Schüler in Dachau), 2021.

Weitere Infos im Blog

22.8.21: Gedächtnisblatt über Hermann Enzmann unterzeichnet

22.3.2021: Am 22. März 2021 ab 15 Uhr online: Jahrespräsentation

17.3.21: Alles im Kasten! Dreharbeiten zur Jahrespräsentation

12.3.21: Einladung zur Online-Jahrespräsentation am 22. März

10.1.21: Spannende Fährtensuche

Isaak Heilbronn

4.6.1880 – 9.6.1943

  • Geb. am 4. Juni 1880 in Thann (Rhön).
  • Heilbronn war als Religionslehrer in Berlin und als Rabbiner in Nürnberg tätig.
  • Nach der Reichspogromnacht für mehr als einen Monat im KZ Dachau inhaftiert.
  • Gest. am 9. Juni 1943 in New York.

Gedächtnisblatt als pdf-Datei

Isaak Heilbronn (1 MB)

Verfasser des Gedächtnisblatts

Nils Schüller (Schüler am Max-Mannheimer-Gymnasium Grafing), 2019.