Heinemann Edelstein

7.9.1870 – 10.6.1944

  • Geb. am 7. Sept. 1870 in Unterriedenberg bei Würzburg.
  • Gest. am 10. Juni 1944 in Theresienstadt.
  • Jüdischer Lehrer, Hauptlehrer.
  • Vom 10. Nov. 1938 bis 15. Dez. 1938 Haft im Konzentrationslager Dachau.
  • Am 1. Juli 1942 Deportation nach Theresienstadt.

Heinemann Edelstein war von 1899 bis 1924 Lehrer, Kantor und Schächter der israelitischen Kultusgemeinde in Sugenheim. Er war mit Jeanette, geb. Kahn, verheiratet, das Paar hatte drei Kinder. Nach Schließung der jüdischen Elementarschule 1924 blieb er als Religionslehrer tätig. 1936 zog Edelstein mit seiner Frau nach München.

Edelstein wurde am 1. Jan. 1934 aufgrund des Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums in den endgültigen Ruhestand versetzt. 1936 besuchten die Edelsteins ihre Töchter in Palästina, kehrten aber nach Deutschland zurück. Spätere Bemühungen um erneute Ausreise scheiterten. Am 10. Nov. 1938 wurde Edelstein ins KZ Dachau gebracht und erst nach 35 Tagen wieder entlassen.

Am 1. Juli 1942 wurde er mit seiner Frau nach Theresienstadt deportiert. Er starb dort am 10. Juni 1944. Seine Frau war bereits am 6. Feb. 1943 gestorben. Mindestens zwei der drei Kinder der Familie konnten nach Palästina emigrieren.

Verfasser des Gedächtnisblatts

Andreas Wimmer und Stefan Grasser (Schüler), 2013.