Link: BR-Sendung zum Nachhören
Nun steht er online, der Bericht über das Grafinger W-Seminar:
http://www.br.de/radio/b5-aktuell/sendungen/campusmagazin/index.html
Nun steht er online, der Bericht über das Grafinger W-Seminar:
http://www.br.de/radio/b5-aktuell/sendungen/campusmagazin/index.html
Briefmarke würdigt Karl LeisnerEine Briefmarke würdigt Karl Leisner. „Segne auch, Höchster, meine Feinde“, steht auf der 62-Cent-Sondermarke. Die Briefmarke erscheint am 5. Februar 2015.
Für das Gedächtnisbuch ist Karl Leisner kein Unbekannter: 2002 verfassten Wilma und Martin Geuts ein Gedächtnisblatt. Karl Leisner ist auch in der Internationalen Wanderausstellung mit einem Banner vertreten.
Die nebenstehende Abbildung zeigt die erste Seite des Gedächtnisblatts.
Januar
Am Josef-Effner-Gymnasium präsentiert das W-Seminar „Biographisches schreiben“ die Arbeitsergebnisse in einer öffentlichen Veranstaltung. Ebenfalls an dieser Schule werden die Ausstellungen „Lager und Landkreis“ sowie „Namen statt Nummern“ gezeigt.
Februar
Die Realschule Weichs zeigt die Ausstellung „Das Lager und der Landkreis“.
März
Die Ausstellung „Namen statt Nummern“ läuft in St. Louis (USA) an der Washington University.
Die Jahrespräsentation des Gedächtnisbuchs findet am 22.3.2014 in der Kirche des Klosters Karmel in Dachau statt.
April
Die Carroll University in Waukesha (USA) zeigt seit 4. April die Gedächtnisbuchausstellung “Namen statt Nummern“.
Die Versöhnungskirche in Dachau zeigt die Ausstellung „Das Lager und der Landkreis“.
Im Ernst Sillem Hoeve in Den Dolder in Holland präsentierten am 11. April die Verfasserinnen Tess Meerding und Sydney Weith ihr Gedächtnisblatt zu Ernst Sillem. Gleichzeitig wird die Ausstellung zum Gedächtnisbuch eröffnet.
Erinnerungsprojekte für Oberstufenseminare – „Gedächtnisbuch Dachau“ und „Jüdische Lehrer und Lehrerinnen in Bayern“, so lautet der Titel eines Aufsatzes von Sabine Gerhardus, der im Band Erinnerungsort Schule. Praktische Anregungen für eine Gedächtniskultur im Schulalltag (Hg. Matthias Pflaum) erscheint.
Mai
Die NS-Opfer Johann Pflügler, Anton Felber, Albert Vettermann und Thomas Bleisteiner werden in Dachau mit Stolpersteinen geehrt. Bei der Verlegung durch den Künstler Gunter Demnig ist Oberbürgermeister Florian Hartmann anwesend. Die Recherche zum biographischen Hintergrund erfolgte im Rahmen der Geschichtswerkstatt und des Gedächtnisbuchs. Eine Abendveranstaltung beleuchtet die Lebensgeschichten und den künstlerischen und politischen Hintergrund der Stolpersteine.
Der Trägerkreis des Gedächtnisbuchs veröffentlicht einen Aufruf zur Lage in der Ukraine, der leider nicht allzu viel Widerhall findet.
Juni
In Rotterdam und Amsterdam finden Gedächtnisbuchpräsentationen statt.
Ein Abschlusstreffen des vergangenen W-Seminars am Josef-Effner-Gymnasium in Dachau findet mit allen projekteteiligten Schülerinnen und Schülern sowie dem betreuenden Lehrer Christoph Triebfürst statt.
Das Erzbischöfliche Ordinariat München unterstützt das Gedächtnisbuch mit einer Sonderförderung.
Zu einem Abschlusstreffen des vergangenen Freisinger W-Seminars treffen sich am 25. Juni einige Schülerinnen und Schüler, der betreuende Lehrer Andreas Decker, die Projektleiterin Sabine Gerhardus und Irene Stuiber vom Gedächtnisbuch-Team.
Juli
Sabine Gerhardus stellt das Gedächtnisbuchprojekt am Grafinger Gymnasium vor: Ein W-Seminar ist für das nächste Schuljahr geplant.
August
Zehn holländische Schüler starten ihre Recherche für‘s Gedächtnisbuch mit einem Besuch der Gedenkstätte Vught.
Der Jahresbericht 2013/14 des Freisinger Camerloher Gymnasiums enthält einen Bericht der Abiturientin Henriette Schulze zu ihrer Recherche über die Biographie der holländischen Widerstandskämpferin Renny van Ommen.
Für die beiden Freiwilligen der Aktion Friedenszeichen Sühnedienste Lynn Williams und Jan Kwiatkowski endet der Freiwilligen-Dienst in Dachau. Beide bleiben dem Gedächtnisbuch verbunden.
September
In Bayern beginnt das neue Schuljahr – und mit ihm ganz offiziell das W-Seminar zum Gedächtnisbuch im Gymnasium Grafing.
KLEIO, eine niederländische Zeitschrift für Geschichtslehrer, veröffentlicht in ihrer Septemberausgabe den Erfahrungsbericht von Gijs Berendse, holländischer Teilnehmer am Gedächtnisbuch.
Die neuen ASF-Freiwilligen Mayya Bakulina (23) und Kat Semel (23) unterstützen ab Mitte September 2014 das Gedächtnisbuch-Team.
Oktober
Die Katholische Landvolkshochschule Petersberg zeigt alle drei Ausstellungen rund ums Gedächtnisbuch. Zu sehen sind die 25 Banner der Ausstellung „Namen statt Nummern“ sowie die Ausstellungen „Geistliche im KZ Dachau“ und „Das Lager und der Landkreis Dachau“.
November
Das King’s College in Ontario, Kanada, zeigt vom 5.-14.11.2014 die Ausstellung „Names Instead of Numbers“.
Die Geschichtswerkstatt im Landkreis Dachau legt eine Broschüre über ihre bisherigen Ergebnisse vor: „Geschichtswerkstatt. Vom Projekt zur Bürgerbewegung“. Mit dabei: Das biographische Projekt des Gedächtnisbuchs „Das Lager und der Landkreis Dachau“.
In Hebertshausen, Ortsteil Ampermoching, im Landkreis Dachau wird ein neuer und zugleich alter Gedenkstein für die Opfer des Nationalsozialismus eingeweiht. Er war von Teilnehmern am biographischen Projekt während ihrer Recherchen in verwahrlostem Zustand entdeckt worden, nun hat er einen würdigen Platz gefunden.
Jana Schmitt, W-Seminar-Teilnehmerin in Bamberg, erhält für ihre im Rahmen des Gedächtnisbuchs entstandene Seminararbeit über Justin Fränkel den Preis des Bayerischen Clubs.
Rabbi Erwin Schild spricht auf der Dachauer Gedenkveranstaltung zur Reichspogromnacht. Ein Gedächtnisblatt über sein Leben gibt es seit 2005, ein Banner zu seiner Biographie findet sich in der Ausstellung „Geistliche im KZ Dachau“ und in der englischen Version der Internationalen Wanderausstellung „Namen statt Nummern“.
Einen Bericht über das Gedächtnisbuch von Andrea Mittlmeier sendet der Bayerische Rundfunk am 28. Januar in der „Radiowelt“ zwischen 17.05-18 Uhr auf Bayern 2. Eine Wiederholung des Beitrags gibt es am Sonntag, den 1. Februar, ab 15.35 Uhr im „Campusmagazin“ auf B5 aktuell.
Im Mittelpunkt des Beitrags steht das aktuelle W-Seminar am Grafinger Gymnasium. Vier Schülerinnen und die betreuende Lehrerin Petra Köpf erzählen von ihren Erfahrungen.
Die „Radiowelt“ stellt einige Beiträge online, vielleicht ist der Beitrag über das Gedächtnisbuch dabei. Wenn nicht, heißt es Geduld üben: Das Campusmagazin wird nach der Ausstrahlung vollständig online gestellt.
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| Die Familie Grünwald, Verena, Hedwig Grünwald, geborene Lachawietz, Peter und Michael Grünwald, mit Annalena Elsner (mit Gedächtnisblatt) vor dem Banner von Paul Lachawietz |
„Da ist ja der Onkel Paul!“ Das war eine Überraschung für Hedwig Grünwald, geborene Lachawietz: Die Nichte von Paul Lachawietz stand bei der Ausstellungseröffnung des Geschichtswerkstatt-Projekts „Das Lager und der Landkreis“ ganz unerwartet vor dem Biographie-Banner ihres Onkels. Ebenso groß war die Überraschung für die Abiturientin Annalena Elsner, die sich über ein Jahr lang mit der Lebensgeschichte von Lachawietz beschäftigt hat, und die bei der Eröffnungsveranstaltung am 11. Januar seinen Lebensweg vorstellte. Sie hat dafür zahlreiche Quellen über sein Leben gesammelt und in Archiven geforscht. Jetzt stand sie zum ersten Mal einer engen Verwandten von Paul Lachawietz gegenüber, die noch einiges über sein Leben zu berichten weiß. Als Hedwig Grünwald sich am Morgen des 11. Januar aus dem Allgäu auf den Weg nach Odelzhausen machte, wusste sie nicht, was der Grund ihrer Reise war: Ihr Sohn hatte im Internet von der Ausstellung in Odelzhausen erfahren und die Reise mit seiner Familie organisiert, ohne zu sagen, worum es ging.
Die Freude über diese Begegnung war auf beiden Seiten groß. Annalena saß noch lange nach den Vorträgen mit der Familie zusammen und ließ sich deren Erinnerungen an Lachawietz berichten. Sabine Gerhardus, die Leiterin des Projekts „Das Lager und der Landkreis“ freute sich besonders: „Was für ein Glück! Frau Grünwald hat mir erzählt, dass sie noch Fotos, Tagebücher und Erinnerungsstücke von Paul Lachawietz hat und sie ist bereit, sie für die Ausstellung in Altomünster zur Verfügung zu stellen! Das ist ein großer Schatz für die Arbeit der Geschichtswerkstatt!“
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(Text: Sabine Gerhardus)
Henry Landman ist tot. Er starb am 29. Dezember 2014 nach kurzer schwerer Krankheit im Kreise seiner Familie in New York. Der Trägerkreis des Gedächtnisbuchs trauert mit den Angehörigen um einen langjährigen Freund des Projekts.
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| Henry Landman (zweiter von links) und seine Familie 1938 |
Henry Landman wurde am 12. Juni 1920 als Heinz Landmann in Augsburg geboren. Am 10. November 1938 wurde er zusammen mit seinem Vater Joseph ins Konzentrationslager Dachau gebracht. Nach ihrer Entlassung gelang es beiden, in die USA zu flüchten. Am 28. April 1945 kehrte Henry als amerikanischer Soldat und als einer der Befreier nach Augsburg zurück. Seine Einheit gehörte auch zu den Befreiern des Konzentrationslagers Dachau. Henry selbst konnte jedoch an den Ort, an dem er so gelitten hatte, nicht zurückkehren.
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| Henry Landman als Soldat |
„Es war eine schöne Veranstaltung!“, meint Sabine Gerhardus zur Ausstellungseröffnung der Wanderausstellung „Das Lager und der Landkreis“ am Sonntag, den 11.1.2015 im Katholischen Pfarrheim in Odelzhausen. Agnes Heim, Annalena Elsner und Sabine Gerhadus stellten drei Biographien von Dachau-Häftlingen vor, die im Rahmen der Geschichtswerkstatt im Landkreis Dachau erarbeitet wurden.
Beeindruckt war auch der Reporter der Lokalzeitung des Münchner Merkurs. Unter der Überschrift „Einzelschicksalen auf der Spur“ berichtet die Zeitung heute ausführlich über die Eröffnung der Ausstellung. Unser eigener Bericht folgt in den nächsten Tagen.
Wer die Ausstellung sehen will, kann dies noch bis zum 18. Januar in Odelzhausen.
Ausstellungsort:
Katholisches Pfarrheim Odelzhausen, Benefiziumsweg 1.
Öffnungszeiten:
Donnerstag, 15.1.2015, 17-20 Uhr
Samstag, 17.1.2015, 14-17 Uhr
Sonntag, 18.1.2015, 11-17 Uhr
Keinen Spaß macht die Archivrecherche, wenn man interessante Quellen aufspürt – und sie dann nicht lesen kann. Deshalb üben die Grafinger W-Seminarler die Sütterlin-Schrift.
Sabine Gerhardus, Projektleiterin des Gedächtnisbuchs, erklärt dazu: „Das Schreiben neuer Buchstaben und Übungswörter ist nur ein Teil der Übungen. Wir entziffern auch gemeinsam eine Geburtsurkunde und lesen einen Übungstext. Bis Ende Januar lernen die Schüler noch neue Buchstaben,
dann sind sie fit genug, um Dokumente in den Archiven selbst zu lesen.“ Vorausgesetzt der Schreiber des Dokuments hatte keine allzu ausgeprägte individuelle Handschrift, vulgo Sauklaue.
Die Ausstellung „Das Lager und der Landkreis“ ist vom 11. bis zum 18. Januar 2015 im Katholischen Pfarrheim Odelzhausen zu sehen. Die Ausstellung zeigt zehn Biographien aus dem Landkreis Dachau, die im Rahmen der Geschichtswerkstatt im Landkreis Dachau erforscht wurden. Thema der Ausstellung sind Lebensläufe von Häftlingen des KZ Dachau.
Zur Eröffnung am Sonntag, den 11.1.2015, sprechen unter anderem Bürgermeister Markus Trinkl, Schirmherr und Bezirksheimatpfleger Norbert Göttler und Sabine Gerhardus, Leiterin des Gedächtnisbuchprojekts. Die beiden Abiturientinnen Agnes Heim und Annalena Elsner stellen Biographien vor, die sie für die Ausstellung und das Gedächtnisbuch erarbeitet haben.
Annalena Elsner spricht über den Sittenbacher Pfarrer Paul Lachawietz. Agnes Heim beschäftigt sich mit Wilhelm Hoffmann, der 1937 beim Bau der Autobahn in Wiedenzhausen beschäftigt war. Ausstellungseröffnung: Die Eröffnung und Vorstellung der Ausstellung findet am 11. Januar um 14.30 Uhr im Katholischen Pfarrheim Odelzhausen statt. Anmeldungen bitte an ksenija.pointner@vhs-dachau-land.de.
Ort der Ausstellung:
Katholisches Pfarrheim Odelzhausen, Benefiziumsweg 1.
Öffnungszeiten:
Montag, 12.1.2015, 17-20 Uhr
Donnerstag, 15.1.2015, 17-20 Uhr
Samstag, 17.1.2015, 14-17 Uhr
Sonntag, 18.1.2015, 11-17 Uhr