Schreibseminar am Ignaz-Taschner-Gymnasium

Im Lauf der Recherche für ein Gedächtnisblatt sammeln die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eines W-Seminars viele Informationen. Aber wie wird aus diesen Puzzle-Teilen eine lesbare Biographie? Infos und Tipps dazu gab es im Schreibseminar am Dachauer Ignaz-Taschner-Gymnasium.

Die Teilnehmer*innen des Dachauer Ignaz-Taschner-Gymnasium arbeiten fleißig an den Biographien. In den letzten Wochen konnten einige Schüler*innen wieder Archive besuchen und Original-Quellen lesen – in Corona-Zeiten keine Selbstverständlichkeit. Andere haben Dokumente zugeschickt bekommen. So füllen sich allmählich die Lebensläufe, die die Grundlage für das Gedächtnisblatt bilden.

Am 18. Mai 2021 fand der zweite Teil des Schreibseminars leider nur als Online-Konferenz statt, da die Schule alle Räume für die Abiturprüfungen brauchte. Die Schüler*innen bereiteten für diesen Termin ein Konzept ihrer Biographie vor und stellten ein Ereignis aus der Lebensgeschichte in Form einer kurzen Erzählung dar. Anhand dieser Beispiele besprachen die Seminarteilnehmer*innen, wie aus dem datenreichen Lebenslauf eine historisch korrekte und gleichzeitig gut oder sogar spannend zu lesende Erzählung geschaffen werden kann.

Nun wünschen wir allen erstmal erholsame Pfingstferien!

(21.5.2021; Sabine Gerhardus/IS)

 

Erinnerung an Ernst Sillem und Willemijn Petroff-van Gurp

Anlässlich des Gottesdiensts zum Befreiungstag am 2. Mai 2021 erinnerte die Versöhnungskirche an Willemijn Petroff-van Gurp und Ernst Sillem.

Willemijn Petroff-van Gurp mit Jop Bruin und Jelle Braaksma am Dachau Monument in Amsterdam, Ende April 2013

Hier die entsprechende Passage aus der Rede von Pfarrer Björn Mensing als Audio zum Nachhören:

Ausschnitt der Lesung zum Befreiungstag (MP3)

Die Gedächtnisblätter und die Links auf weitere Informationen sind hier zu finden:
Willemijn Petroff-van Gurp
Ernst Sillem

Das von Jop Bruin und Jelle Braaksma verfasste Gedächtnisblatt von Willemijn Petroff-van Gurp liegt auch in einer deutschen Übersetzung vor. Die Biographie von Ernst Sillem, von Tess Meerding und Sydney Weith erarbeitet, gibt es nur auf Niederländisch.

(13.5.2021; Foto: Jack van Ommen; IS)

Riccardo Goruppi (1927-2021) ist gestorben

Das Gedächtnisbuch trauert um Riccardo Goruppi, der am 31. März 2021 gestorben ist. Unermüdlich noch in hohem Alter als Zeitzeuge aktiv, plante Goruppi im März 2019 bei der Jahrespräsentation des Gedächtnisbuchs als Ehrengast anwesend zu sein, musste aber kurz vorher wegen Krankheit absagen.

 

Riccardo Goruppi mit den Autorinnen seines Gedächtnisblatts Luisa Ferrero und Maurizia I. Puglia 2019 in Triest

Goruppi schloss sich als Angehöriger der slowenischen Minderheit den italienischen Partisanen an. Ende 1944 wurden er und sein Vater denunziert und verhaftet, in das KZ Dachau und von dort in das Außenlager Natzweiler des KZ Leonberg deportiert. Unter grauenhaften Umständen leisteten sie hier Zwangsarbeit. Riccardo Goruppis Vater starb im Februar 1945 an einer Lungenentzündung, er selbst erkrankte an Typhus.

Goruppis Leidensweg durch die deutschen Konzentrationslager führte ihn wieder zurück nach Dachau und schließlich in die Dachauer Außenlager Mühldorf und Kaufering. Beim Vorrücken der Amerikaner räumte die SS das Lager Mühldorf und transportierte die Häftlinge in einem Güterzug ab. Der Zug geriet in ein Bombardement, Goruppi überlebte und wurde von den Amerikanern befreit. Nach langer Krankheit konnte er nach Triest zurückkehren.

Ab den 80er Jahren führte Riccardo Goruppi Zeitzeugengespräche. 2018 begleitete Goruppi die Teilnehmenden der Dachauer Studienreise/Gedenkstättenfahrt durch das ehemalige Konzentrationslager Risiera di San Sabba in Triest. Goruppi ergänzte den zweistündigen Rundgang immer wieder mit seinen eigenen Erfahrungen und stand anschließend für ein Zeitzeugengespräch zur Verfügung. Auch unterzeichnete er hier das ihm gewidmete Gedächtnisblatt. Jeder, der ihn gehört hat, ist beeindruckt von der Eindrücklichkeit und Präzision seiner Erinnerungen.

Das Gedächtnisblatt über Riccardo Goruppi wurde zuerst von der Schülerin des Franz-Marc-Gymnasiums Markt Schwaben Samantha Candreva allein bearbeitet. Sie hatte telefonischen Kontakt mit Riccardo Goruppi. Schließlich konnte sie 2018, inzwischen als Studentin, mit den beiden Gedenkstätten-Referentinnen Luisa Ferrero und Maurizia I. Puglia das Blatt fertigstellen. Im Verzeichnis der Gedächtnisblätter lässt sich die in italienischer Sprache vorliegende Biographie abrufen:

Gedächtnisblatt Riccardo Goruppi

(6.5.2021; IS)

 

Das Gedächtnisbuch trauert um Willemijn Petroff-van Gurp

Am Sonntag, den 25. April 2021, ist die letzte Überlebende des Dachauer KZ-Außenlagers Agfa Kamerawerke, Willemijn Petroff-van Gurp, im Alter von 102 Jahren verstorben. 2013 haben zwei Schüler, Jop Bruin und Jelle Braaksma, ein Gedächtnisblatt für sie verfasst.

Willemijn Petroff-van Gurp mit Jop Bruin und Jelle Braaksma am Dachau Monument in Amsterdam, Ende April 2013

Die Widerstandskämpferin wurde am 10. Juni 1944 in Den Haag verhaftet. Sie war in den Konzentrationslagern Vught und Ravensbrück inhaftiert, bevor sie im Oktober 1944 zusammen mit fast 200 anderen niederländischen Frauen in das Dachauer Außenlager Agfa Kamerawerk nach München gebracht wurde. Willemijn Petroff-van Gurp wurde auf dem Todesmarsch in Wolfratshausen befreit.

Jos Sinnema, der Koordinator des niederländischen Gedächtnisbuchs, hat Jop und Jelle in Amsterdam bei ihrer Recherche begleitet. Alle drei hat seither eine herzliche Freundschaft mit Willemijn Petroff-van-Gurp verbunden. Am 25. April 2021 ist Willemijn Petroff-van Gurp im Alter von 102 Jahren verstorben. Ihren Freunden und Verwandten wird ihre Offenheit und Warmherzigkeit ebenso fehlen wie der Gesellschaft ihre Stimme als Zeitzeugin des Nationalsozialismus.

Ihre Biographie wurde in der Wanderausstellung des Gedächtnisbuchs in den Niederlanden und 2015 in der Ausstellung Namen statt Nummern im Widerstandsmuseum in Amsterdam gezeigt. Bei einer Präsentation des Gedächtnisbuch-Projekts anlässlich des Totengedenktags in den Niederlanden hat Willemijn Petroff-van-Gurp am 4. Mai 2015 im Bellevue-Theater in Amsterdam eine bewegende Rede gehalten. Im Gedächtnisbuch-Film unter https://www.gedaechtnisbuch.org/das-projekt/projekt-info/
(zu „Film Gedächtnisbuch“ scrollen, Minute 22.01) kann man ihre Stimme noch einmal hören.

Das Gedächtnisblatt mit ihrer Biographie und eine deutsche Übersetzung dazu findet sich auf der Website des Gedächtnisblatts unter
https://www.gedaechtnisbuch.org/gedaechtnisblaetter/?f=P&gb=4494 .

Wir erinnern uns mit großer Dankbarkeit an die wunderbare Zusammenarbeit mit Willemijn Petroff-van Gurp und wünschen ihr, dass sie in Frieden ruhen möge!

(26.4.2021; Foto: Jack van Ommen, Text: Sabine Gerhardus)

Vorurteile lassen sich am besten überwinden, wenn man sich mit einzelnen Biografien beschäftigt

Die Studentin Karla Steeb arbeitet als Freiwillige im Gedächtnisbuch und in der Versöhnungskirche. Einen inhaltlichen Schwerpunkt legt sie auf die Häftlingsgruppen der sogenannten „Asozialen“ und „Berufsverbrecher“. Im Interview erzählt sie davon.

Bei deiner Freiwilligentätigkeit in Dachau legst du einen inhaltlichen Schwerpunkt auf die Gruppen derjenigen KZ-Häftlinge, die die Nazis als Asoziale und Berufsverbrecher bezeichnet haben. Wieso hast du diesen Schwerpunkt gesetzt?

Ich habe das erste Mal von dem Thema erfahren, als ich als Teilnehmerin der Internationalen Jugendbegegnung 2020 einen Workshop besucht habe. Dabei wurde auch das Buch „Du hattest es besser als Ich“ besprochen. Ich wusste anfangs nicht viel zu dem Thema und wollte mehr wissen. Da ich meinen Blog über meine Zeit in Dachau begonnen hatte und vor allem den Menschen, die mich unterstützt haben, Themen näher bringen wollte, zu denen sie vorher keinen Zugang hatten, wollte ich dazu einen Blogartikel schreiben. Aus der Idee hat sich das Interview mit Frank Nonnenmacher, dem Autor des Buches, ergeben. Daraus ist das entstanden. Das Thema ist immer noch sehr wichtig für mich, weil ich das Gefühl habe, dass es in der Erinnerungskultur häufig vergessen wird.

Was für Menschen haben denn diese Bezeichnungen „Asoziale“ und „Berufsverbrecher“ bekommen?

Die sogenannten „Asozialen“ und „Berufsverbrecher“ waren Gruppen, die in Konzentrationslagern inhaftiert waren. Bei Häftlingsbezeichnungen handelt es sich immer um Fremdbezeichnungen der SS, aber bei den „Asozialen“ und „Berufsverbrechern“ wird das besonders deutlich, da es sich um besonders negative Begriffe handelt.

Als „asozial“ wurden hauptsächlich Menschen bezeichnet, die in den Augen des NS-Regimes nicht Teil der „Volksgemeinschaft“ sein sollten. Darunter waren sogenannte „Arbeitsscheue“, aber auch Menschen ohne festen Wohnsitz, Alkoholkranke, Prostituierte oder professionelle Tänzer. Da es sich bei der Gruppe der „Asozialen“ um einen Sammelbegriff der SS handelt, lässt sich nicht genau eingrenzen, wer darunter fällt. Im Prinzip waren das alles Menschen, die dem Regime nicht gepasst haben und nicht unter eine andere Gruppe fielen.

Die sogenannten „Berufsverbrecher“ waren häufig wirtschaftlich schlechter gestellte Menschen, die aus Armut heraus Lebensmittel oder andere Güter gestohlen hatten und deshalb mehrfach vorbestraft waren. Die Kategorie „Berufsverbrecher“ unterstellt ihnen, dass ihre Kriminalität genetisch veranlagt ist und sie deshalb nicht in Freiheit leben können. Viele der Menschen, die als „Berufsverbrecher“ in Konzentrationslager kamen, hatten ihre Strafen bereits vollständig abgesessen und wurden daraufhin ohne Verfahren oder Gerichtsurteil erneut verhaftet und in Konzentrationslager gebracht.

Du hast ja bereits erwähnt, dass du ein Interview zum Thema geführt hast und in deinem Blog darüber schreibst. Wie hast du dich noch mit dem Thema befasst?

Über die Arbeit mit meinem Blog bin ich auch dazu gekommen, mich mit den aktuellen Geschehnissen und dem Bundestagsbeschluss im Februar 2020 zu beschäftigen. Ansonsten habe ich für den Youtube-Kanal der Versöhnungskirche drei kurze Infovideos zu dem Thema gemacht, die eine Einführung in das Thema sein sollen. Dieses Jahr bin ich auch selbst Teamerin bei I_Remember 2021, wo ich unter anderem mit Jana Detscher, die letztes Jahr den Workshop zu dem Thema gestaltet hat, einen Workshop mitgestalten werde. 

Was von dem, was du erfahren hast, findest du besonders erwähnenswert?

Ich denke, was wir uns bewusst machen müssen, ist, dass es in der Erinnerungskultur lange Zeit eine Häftlingshierarchie gab beziehungsweise gibt. Während politische Häftlinge vergleichsweise einfach Anerkennung als Verfolgte des NS-Regimes bekommen konnten und an sie auch relativ früh Entschädigungssummen gezahlt wurden, mussten viele andere Häftlingsgruppen lange darum kämpfen. Die Bezeichnung „Asozialer“ oder „Berufsverbecher“ hat es diesen ehemaligen Häftlingen besonders erschwert, für Anerkennung zu kämpfen, da es auch nach 1945 und bis heute in unserer Gesellschaft tief verankerte Vorurteile gab und gibt. Sogenannten „Berufsverbrechern“ wurde und wird vorgeworfen, dass sie als Kriminelle ja zu Recht im KZ waren und als „Asozialer“ bezeichnet zu werden, ist heute noch ein Schimpfwort. Ich denke, es ist wichtig zu erkennen, dass alle Menschen zu Unrecht im KZ waren und es nicht unsere Aufgabe ist, herauszufinden, wer am meisten gelitten hat, sondern allen gleichermaßen zu gedenken. 

Womit sollte sich die Öffentlichkeit unbedingt beschäftigen?

Ich denke, was das Beispiel der sogenannten „Asozialen“ und „Berufsverbrecher“ zeigt, ist, dass Erinnerungskultur vielschichtig ist. Und dass es wichtig ist, hinter die Begriffe der SS zu schauen. Vorurteile gegenüber diesen Gruppen lassen sich am besten überwinden, wenn man sich mit den einzelnen Biografien der ehemaligen Häftlinge beschäftigt. Aber das gilt nicht nur für diese beiden Gruppen der „Asozialen“ und „Berufsverbrecher“, sondern eigentlich für alle. Es ist wichtig zu erkennen, dass man den einzelnen Schicksalen nicht gerecht wird, wenn man sich nur mit diesen Zuschreibungen und Überbegriffen beschäftigt. Meiner Meinung nach sollte sich die Öffentlichkeit deshalb vor allem mit den Biografien der ehemaligen Häftlinge beschäftigen oder sogar diese biografische Arbeit unterstützen, ein gutes Beispiel dafür ist das Projekt „Gedächtnisbuch für die Häftlinge des KZ-Dachau“.

Link zu Karlas Blog

Link zum Youtube-Kanal der Versöhnungskirche

Link zu I_remember

(23.4.21; IS)

 

Internationales Presse-Echo nach Recherchefund

Einen nie zugestellten Brief des niederländischen Sobibor-Überlebenden Jules Schelvis fand Jos Sinnema bei seinen Recherchen über in die Niederlande zurückkehrende Dachau-Häftlinge. Die internationale Presse berichtete.

Jules Schelvis (1921-2016) war einer von nur 18 niederländischen Überlebenden des Konzentrationslagers Sobibor, in dem die Nationalsozialisten mehr als 150.000 Menschen ermordeten, darunter 34.000 Niederländer. Der Brief enthält Schelvis‘ früheste Darlegungen über Sobibor. Jules Schelvis trat später als ein Zeuge in den Sobibor-Prozessen auf und schrieb ein Buch über die zwei Jahre, die er in deutschen Konzentrationslagern zubringen musste. Er wurde im KZ Vaihingen/Enz befreit und befand sich dort sehr geschwächt im Krankenhaus, als Nico Staal, überlebender Dachau-Häftling, auf seiner Rückreise in die Niederlande Anfang Mai 1945 an diesem Ort Station machte. Schelvis gab ihm den Brief für drei auf dem Umschlag bezeichnete Adressaten mit. Staal war der erste Rückkehrer aus Dachau. Warum der Brief nicht zugestellt werden konnte, lässt sich heute nicht mehr klären. Nach seiner Rückkehr erhielt Nico Staal eine Fülle von Anfragen, möglicherweise vergaß er darüber die Briefzustellung. Der Postweg funktionierte zu diesem Zeitpunkt noch nicht, auch Reisen waren nicht einfach.

Jos Sinnema, Koordinator des niederländischen Gedächtnisbuchs, fand den Brief während seiner Arbeit für das Amsterdamer Widerstandsmuseum bei Recherchen über niederländische Rückkehrer aus dem KZ Dachau im Nachlass von Nico Staal. Einer der Adressaten, der 90jährige Karel Strolz, ein Neffe von Jules Schelvis, lebt noch. Er hat den Brief jetzt gelesen, wusste aber bereits, so sagt er, was darin stand. Schelvis hatte nach seiner Rückkehr davon berichtet.

Das Amsterdamer Widerstandsmuseum stellte den Brief im Eingangsbereich des Museums aus. Leider haben bisher wegen der Corona-Beschränkungen nicht viele Menschen das Zeitdokument zu Gesicht bekommen.

Die niederländische und auch die internationale Presse informierte über den spektakulären Fund. Berichte erschienen in den wichtigen niederländischen Medien, aber auch in der US-amerikanischen Newsweek, italienischen, rumänischen, moldavischen und südamerikanischen Medien.

(18.4.2021; Foto: Jos Sinnema; IS)

 

Zur Online-Lektüre: Gedächtnisblätter

Nicht alle, aber viele Gedächtnisblätter sind online auf dieser Website nachzulesen. In den letzten Monaten konnten 15 Biographien dem Verzeichnis der Gedächtnisblätter hinzugefügt werden.

Gedächtnisblatt zu Wladimir Dschelali (Detail)

Hier die Links zu diesen Gedächtnisblättern:

Vielen Dank an die ehrenamtlichen Verfasserinnen und Verfasser dieser Gedächtnisblätter und allen eine gute Lektüre!

(10.4.2021; IS)

Am 22. März 2021 ab 15 Uhr online: Jahrespräsentation

Die Jahrespräsentation des Gedächtnisbuchs ist am 22. März 2021 ab 15 Uhr online als Film verfügbar. Schülerinnen und Schüler sowie Freiwillige der Aktion Sühnezeichen stellen neue Gedächtnisblätter vor. Erich Finsches (93) und Peter Perel (92), zwei Überlebende des KZ Dachau, haben jeweils ein Grußwort gesandt.

Ein weiteres Grußwort kommt von Wera Zolotar, der Tochter Wladimir Dschelalis. Der von Julian Monatzeder erstellte Film zur Jahrespräsentation findet sich am Montag, den 22. März 2021 ab 15 Uhr im youtube-Kanal der Evangelischen Versöhnungskirche in der KZ-Gedenkstätte Dachau online:

Link zum Film (ab 22.3.21, 15 Uhr verfügbar)

Der Film bleibt hier für längere Zeit verfügbar.

Vorgestellt werden folgende Gedächtnisblätter:

Hermann Enzmann (von Peter Frey)

Arthur Berlinger (von Theresa Ziegler)

Nikolai Sergejewitsch Adamtschik (von Anastasiia Lapteva)

Otto, Rudolf und Theodor Endres (von Lena Richter und Diana Unger)

Wladimir Iwanowitsch Dschelali (von Kristina Eremina)

Erich Finsches (von Erhard Bosch)

Walter Neff (von Laura Knall)

Leo Baerwald (von Jan Schock)

Peter Perel (von Irina Grinkevich)

Die Links führen zum Verzeichnis der Gedächtnisblätter auf dieser Website, wo entweder das Gedächtnisblatt oder eine Kurzbiographie zugänglich ist.

Ein Streichquartett des Dachauer Ignaz-Taschner-Gymnasiums begleitet die Präsentation.  Julia Neumann (Violine), Eva Reisky (Violine), Jutta Wörther (Leitung und Viola) und Tizian Foidl (Violoncello) spielen Werke von Johann Sebastian Bach, Jacques Berthier und Edvard Grieg.

Auf einen Blick:

Einladung und Programm als PDF  (160 KB)

(22.3.2021; IS)

 

Alles im Kasten! Dreharbeiten zur Jahrespräsentation

Als Film wird die Jahrespräsentation des Gedächtnisbuchs ab dem 22. März 2021, 15 Uhr, verfügbar sein. Die Dreharbeiten dazu fanden am 12. März 2021 statt. Jetzt ist alles im Kasten.

Dreharbeiten in der Versöhnungskirche, durch die Glaswand gesehen

Auch im Jahr 2021 ist die alljährliche Präsentation des Gedächtnisbuchs nicht als Live-Veranstaltung möglich. Der Trägerkreis präsentiert stattdessen einen Film im Internet, für den Dachau-Überlebende Grußworte gesandt haben und in dem die ehrenamtlichen Autorinnen und Autoren ihre Gedächtnisblätter vorstellen.

Die Dreharbeiten für den Film am Freitag, den 12. März 2021, hatten mit einigen Problemen zu kämpfen: Die Sicherheitsregeln mussten beachtet werden, das war das eine. Damit nicht genug: Ein Sturm erschwerte die Dreharbeiten zusätzlich. Am Abend des 12. März konnte das Drehteam dann sagen: „Jetzt ist alles im Kasten!“

Der Film wird auf dem youtube-Kanal der Versöhnungskirche am 22. März 2021 ab 15 Uhr für längere Zeit bereitgestellt, nähere Angaben finden sich im Veranstaltungskalender rechts auf dieser Website.

(17.3.2021; Foto: Björn Mensing; Text: IS)