Weitere Infos zur Jahrespräsentation des Gedächtnisbuchs
Das Gedächtnisbuch lädt herzlich zur Jahrespräsentation am 22. März 2026 in der Kirche des Karmel in Dachau ein. 14 neue Biografien werden vorgestellt. 13 haben Schüler*innen des Münchner Theodolinden-Gymnasiums verfasst, bei einer ist der Autor der frühere Diakon der Versöhnungskirche und Mitgründer des Gedächtnisbuchs Klaus Schultz.

Weitere Informationen liefert die Pressemitteilung zur Veranstaltung, die wir hier dokumentieren:
Am Sonntag, den 22. März 2026 lädt der Trägerkreis „Gedächtnisbuch für die Häftlinge des KZ Dachau“ zur Projektpräsentation „Namen statt Nummern“ ein. Schüler und Schülerinnen des Theodolinden-Gymnasiums München stellen Lebensgeschichten von Häftlingen des Konzentrationslagers Dachau vor. Darunter sind: der nach dem Krieg in die USA emigrierte Ukrainer Nick Hope, der Schlosser und Sozialpolitiker Richard Piper, der katholisch-konservative Politiker Alois Hundhammer, die jüdischen Fördermitglieder des FC Bayern Max und Albert Grünzeug, der sudetendeutsche Sozialdemokrat Franz Meissel, der jüdische Gymnasiallehrer Ludwig Frank, der polnische Priester Walerian Krzymiński, der kommunistische Polierer Emil Meier und andere.
Über ein Jahr lang haben die Schüler die Biographien erforscht, sie haben Archive aufgesucht, Interviews mit Nachkommen geführt, Literatur gelesen. Die Geschichten, die sie herausgefunden haben, bewegen die Schüler sehr. So schreibt Mila Ruchatz zu ihrer Recherche über ihren Urgroßonkel, den polnischen Priester Walerian Krzymiński: „Die Recherche zu dieser Arbeit fiel mir nicht leicht. Die genauen Informationen darüber, wie katholische Geistliche, und insbesondere polnische katholische Geistliche, in Dachau gedemütigt, gefoltert und ermordet wurden, waren sehr belastend. Das Thema berührt mich nicht nur wissenschaftlich, sondern auch persönlich, da die polnische Identität Teil von mir ist, ebenso die Geschichte von Walerian Krzymiński.“ Mit ihrer Arbeit möchte Mila nicht nur informieren, sondern auch motivieren, sich Wissen anzueignen und das Privileg, in einer freien Gesellschaft zu leben, bewusst zu nutzen: „Möge sie dazu anregen, die eigene Stimme entschieden für Demokratie, Freiheit und Menschenwürde zu erheben.“
Die Veranstaltung findet am Sonntag, den 22. März um 16.00 Uhr in der Kirche des Karmel Dachau statt. Die musikalische Umrahmung übernehmen zwei Schülerinnen des Theodolinden-Gymnasiums, Karoline Prokert und Katharina Thomforde, sowie Mathias Götz.
Ort und Zeit
Präsentation der neuen Gedächtnisblätter „Namen statt Nummern“, Sonntag, den 22. März 2026 um 16.00 Uhr, Kirche des Karmel Heilig Blut, Alte Römerstraße 91, 85221 Dachau
Anmeldung
Beim Dachauer Forum unter Telefon 08131 99688-0 oder digital auf der Website
https://www.dachauer-forum.de/veranstaltung/namen-statt-nummern-2026/

