Jahrespräsentation des Gedächtnisbuchs

Link zum Film (ab 22.3.21, 15 Uhr verfügbar)

Der Film bleibt hier für längere Zeit verfügbar.

Vorgestellt werden folgende Gedächtnisblätter:

Hermann Enzmann (von Peter Frey)

Arthur Berlinger (von Theresa Ziegler)

Nikolai Sergejewitsch Adamtschik (von Anastasiia Lapteva)

Otto, Rudolf und Theodor Endres (von Lena Richter und Diana Unger)

Wladimir Iwanowitsch Dschelali (von Kristina Eremina)

Erich Finsches (von Erhard Bosch)

Walter Neff (von Laura Knall)

Leo Baerwald (von Jan Schock)

Peter Perel (von Irina Grinkevich)

Die Links führen zum Verzeichnis der Gedächtnisblätter auf dieser Website, wo entweder das Gedächtnisblatt oder eine Kurzbiographie zugänglich ist.

Weitere Informationen zum Präsentationsfilm

Das Projekt „Gedächtnisbuch für die Häftlinge des KZ Dachau“ veröffentlicht am Montag, 22. März 2021, 15 Uhr, zum 88. Jahrestag der Errichtung des Konzentrationslagers Dachau die digitale Präsen­tation der neuen Biographien auf dem YouTube-Kanal der Evangelischen Versöhnungskirche in der KZ-Gedenkstätte Dachau.

Erich Finsches (93) und Peter Perel (92), zwei der wenigen Dachau-Überlebenden, die noch als Zeit­zeugen aktiv sein können, beteiligen sich aus Wien und Freiburg mit Videobotschaften, ebenso die Tochter des leider jüngst verstorbenen Wladimir Dschelali aus der Ukraine.

Mit Reinhard Enzmann und Alfred Ullrich wirken Angehörige von Porträtierten bei den Filmauf­nahmen in der Versöhnungskirche auf dem Gelände der KZ-Gedenkstätte Dachau mit.

Nach intensiver ehrenamtlicher Recherche und kreativer Gestaltung stellen die jugendlichen und erwachsenen Autorinnen und Autoren, unter ihnen frühere internationale Freiwillige von „Aktion Sühnezeichen Friedensdienste“ an der Versöhnungskirche, ihre Gedächtnisblätter vor. Die darin Porträtierten sind die als Jugendliche zur Zwangsarbeit nach Deutschland verschleppten Ukrainer Nikolaj Adamtschik, Wladimir Dschelali und Peter Perel, der Münchner Rabbiner Leo Baerwald, Arthur Berlinger, jüdischer Lehrer in Schweinfurt, der sudetendeutsche Sozialdemokrat Hermann Enzmann, die Sinti Otto, Rudolf und Theodor Endres sowie Erich Finsches und Walter Neff, die ebenfalls in Österreich nach dem „Anschluss“ 1938 nicht mehr sicher waren.

Zum Zeichen des Gedenkens an die ermordeten oder nach 1945 verstorbenen Porträtierten werden Kerzen entzündet, an die beiden lebenden Zeitzeugen wird mit Rosen erinnert. Unter der Leitung von Jutta Wörther spielt ein Streichquartett des Dachauer Ignaz-Taschner-Gymnasiums Werke von Johann Sebastian Bach, Jacques Berthier und Edvard Grieg. Es wirken mit: Julia Neumann (Violine), Eva Reisky (Violine), Jutta Wörther (Leitung und Viola) und Tizian Foidl (Violoncello).

Der Münchner Dokumentarfilmer Julian Monatzeder dreht den Film in Dachau und integriert die Videobotschaften. Der Trägerkreis des Gedächtnisbuchprojektes dankt dem Landkreis Dachau für die Förderung der Produktion.

Die Dokumentation wird am 22. März 2021, 15 Uhr, veröffentlicht. Wir erinnern damit zugleich an die ersten Häftlinge des Konzentrationslagers Dachau, die am Nachmittag des 22. März 1933 ein­geliefert wurden.

Am Jahrestag der Errichtung des Konzentrationslagers Dachau findet seit mehr als 20 Jahren die Präsentation der neuen Biographien für das Gedächtnisbuch statt, anfangs in der Versöhnungskirche, wo sich auch der Lesetisch mit den Gedächtnisblättern befindet, zuletzt in der größeren Klosterkirche Karmel Heilig Blut Dachau. 2020 musste die Präsentation wegen der Corona-Pandemie leider kurz­fristig abgesagt werden. Für 2021 entschied sich der Trägerkreis für das digitale Format. Der Film bleibt längere Zeit auf dem YouTube-Kanal der Versöhnungskirche verfügbar.

Einladung zur Jahrespräsentation und das Programm als PDF
Einladung und Programm 22.3.2021


Jahrespräsentation des Gedächtnisbuchs
online verfügbar
Videopräsentation im Internet