Ein LEADER-Projekt wird abgeschlossen

Zur feierlichen Finissage der Wanderausstellung „Namen statt Nummern“ des Gedächtnisbuchs für die Häftlinge des KZ Dachau laden wir herzlich ein. Die Ausstellung ist Teil des LEADER-Projektes „Jüdisches Leben in Treuchtlingen“ und machte bisher unbekannte Teile der Stadtgeschichte sichtbar.

In einer moderierten Dialogrunde blicken die Beteiligten auf das Projekt zurück, stellen die einzelnen Bausteine vor und reflektieren den entstandenen Mehrwert für den Museumsstandort Treuchtlingen.

Mit Sarah König, Magdalena Paschke und Anika  Birker vom Museum Treuchtlingen.

Fürs leibliche Wohl ist gesorgt.

Anmeldung erbeten!

Informationen zur Ausstellung und zum Begleitprogramm bis einschließlich März 2027 finden sich in diesem Flyer:
Zum Programmflyer von „Namen statt Nummern“ (1,78 MB, PDF)

Weitere Informationen
museum.treuchtlingen.de

Vortrag von Georg Seiderer, Historiker und Professor für Neuere Bayerische und Fränkische Landesgeschichte und Volkskunde an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU)

Der Historiker Georg Seiderer zeigt in seinem Vortrag das gesellschaftliche Miteinander zwischen  Juden und Christen auf – und verdeutlicht die Entwicklungen hin zum Antisemitismus, der dem Nationalsozialismus den Boden ebnete.

Informationen zur Ausstellung und zum Begleitprogramm bis einschließlich März 2027 finden sich in diesem Flyer:
Zum Programmflyer von „Namen statt Nummern“ (1,78 MB, PDF)

Weitere Informationen
museum.treuchtlingen.de

Andrea Erkenbrecher, Bildungsreferentin am Evangelischen Bildungszentrum Hesselberg (EBZ), im Gespräch mit Karin Eideloth

Karin Eideloth ist 40 Jahre alt, als sie von der NS-Vergangenheit ihres Großvaters erfährt:  Als MG-Schütze war er 1944 an dem Massaker im französischen Oradour beteiligt, wo eine Einheit der Waffen-SS 643 Männer, Frauen und Kinder tötete. Wie veränderte diese Nachricht ihr Leben?

Die Historikerin Andrea Erkenbrecher geht gemeinsam mit Karin Eideloth dieser Frage nach und spricht mit ihr über die Bedeutung ihrer Besuche in Oradour und den Austausch mit Opferfamilien.

Informationen zur Ausstellung und zum Begleitprogramm bis einschließlich März 2027 finden sich in diesem Flyer:
Zum Programmflyer von „Namen statt Nummern“ (1,78 MB, PDF)

Weitere Informationen
museum.treuchtlingen.de

 

Tag der Menschenrechte

Wie verhielten sich die christlichen Kirchen gegenüber dem nationalsozialistischen Regime? Der Vortrag beleuchtet das Spannungsfeld zwischen Anpassung, Unterstützung und Widerstand sowie die Frage, inwieweit Antisemitismus und christlicher Glaube miteinander vereinbar sind. Anhand ausgewählter Beispiele werden die Rolle der Kirchen im „Dritten Reich“, ihre Handlungsspielräume und einige Menschen vorgestellt, die sich dem Regime widersetzten.

Vortrag von Elisiana Schiavone, Ethnologin, Treuchtlingen

Informationen zur Ausstellung und zum Begleitprogramm bis einschließlich März 2027 finden sich in diesem Flyer:
Zum Programmflyer von „Namen statt Nummern“ (1,78 MB, PDF)

Weitere Informationen
museum.treuchtlingen.de

 

Gedenken an die Reichspogromnacht

Schülerinnen und Schüler der Senefelder-Schule geben Einblicke in ihre Recherchen zu Biografien von Verfolgten während der NS-Zeit aus Treuchtlingen und der Region. Die Präsentation wird begleitet von den Lehrerinnen Christine Venter und Sigrid Meyer.

Informationen zur Ausstellung und zum Begleitprogramm bis einschließlich März 2027 finden sich in diesem Flyer:
Zum Programmflyer von „Namen statt Nummern“ (1,78 MB, PDF)

Weitere Informationen
museum.treuchtlingen.de

Das Museum Treuchtlingen zeigt den 25-minütigen Dokumentarfilm über das Gedächtnisbuch mit Einführung durch die Kuratorin Sabine Gerhardus,  anschließender Gelegenheit zum Gespräch und Führung durch die Ausstellung.

Für kleine Erfrischungen ist gesorgt. 

Informationen zur Ausstellung und zum Begleitprogramm bis einschließlich März 2027 finden sich in diesem Flyer:
Zum Programmflyer von „Namen statt Nummern“ (1,78 MB, PDF)

Anmeldung erbeten, telefonisch unter 09142 9600 65 oder per E-Mail an museum@treuchtlingen.de.

Weitere Informationen
museum.treuchtlingen.de

Vortrag von Frank Schleicher, Diakon der Evangelischen Versöhnungskirche in der KZ Gedenkstätte Dachau

Einführung und Vortrag zum Thema
Am Anfang stand die Entmenschlichung. Das Konzentrationslager Dachau, die Schule für Gewalt und Unterdrückung.

Ort
Sonderausstellungsraum im 1. OG

Begrüßung
Kristina Becker, 1. Bürgermeisterin Stadt Treuchtlingen

Grußworte
Magdalena Paschke und Anika Birker, Museum Treuchtlingen (MuT),
Matthias Hirschmüller, KEB Katholische Erwachsenenbildung Altmühlfranken

Informationen zur Ausstellung und zum Begleitprogramm bis einschließlich März 2027 finden sich in diesem Flyer:
Zum Programmflyer von „Namen statt Nummern“ (1,78 MB, PDF)

Weitere Informationen
museum.treuchtlingen.de

 

Die Sonderausstellung „Namen statt Nummern“ widmet sich in einer Auswahl von 22 Biografien aus dem „Gedächtnisbuch Dachau“ den Schicksalen einzelner Häftlinge. Darüber hinaus vermitteln die Banner Hintergrundinformationen zur Geschichte des KZ Dachau. In Erweiterung der internationalen Wanderausstellung werden zusätzlich 13 Banner mit dem Thema „Geistliche im KZ Dachau“ gezeigt.

Das Museum Treuchtlingen nimmt die Ausstellung zum Anlass, die Verfolgung „Andersdenkender“ und „Andersgläubiger“ in den Mittelpunkt zu rücken und erinnerungskulturell zu beleuchten. Es bietet damit Einblicke in die Zeit des Nationalsozialismus, die bisher nur wenig in der Dauerausstellung des Museums behandelt wurde.

Das Museum Treuchtlingen und die Katholische Erwachsenenbildung Altmühlfranken (KEB) danken den Schülerinnen und Schülern der Senefelder-Schule sowie deren Lehrerinnen für ihr engagiertes ehrenamtliches Mitwirken. Die Ergebnisse der Projektarbeit ergänzen die Ausstellung durch Biografien von verfolgten Treuchtlingern während der NS-Zeit – und verbinden damit die Inhalte der Ausstellung mit der Geschichte vor Ort.

Zusätzlich zur Ausstellung erwartet Sie ein umfangreiches Begleitprogramm. Interessierte haben die Möglichkeit, an Projektpräsentationen, Vorträgen und einer Filmvorführung teilzunehmen.

Informationen zur Ausstellung und zum Begleitprogramm bis einschließlich März 2027 finden sich in diesem Flyer:
Zum Programmflyer von „Namen statt Nummern“ (1,78 MB, PDF)

Veranstalter
Gedächtnisbuch in Kooperation mit der Katholischen Erwachsenenbildung Altmühlfranken (KEB) und dem Museum Treuchtlingen (MuT)

Ort und weitere Informationen
Museum Treuchtlingen
Heinrich-Aurnhammer-Str. 8
91757 Treuchtlingen
museum.treuchtlingen.de

Öffnungszeiten
April bis Oktober: Dienstag bis Sonntag, 13:00 – 17:00 Uhr
November bis März: Mittwoch bis Freitag, Sonntag und Feiertags 13:00 – 17:00 Uhr

 

Film von Julian Monatzeder zur Präsentation 2025

Film Jahrespräsentation 2025 „Namen statt Nummern“ auf youtube

Mitschnitte der Präsentation 2025

Die Mitschnitte der einzelnen Präsentationen zu den Häftlingen des KZ Dachau stehen online auf der Videoplattform vimeo:

Eugen Bühler auf vimeo, präsentiert von Andrea Kugler,
Josef Finster auf vimeo, präsentiert von Waltraud Finster,
Max Fried auf vimeo, präsentiert von Irene Stuiber,
August Hölzel auf vimeo, präsentiert von Rita Willnat,
Konrad Just auf vimeo, präsentiert von Reinhold Dessl,
Franz Gory Kaufmann auf vimeo, präsentiert von Michaela Hoff und Schülern,
Jean Lafaurie auf vimeo, präsentiert von Noémie Hernandez,
Heinz Pappenheimer auf vimeo, präsentiert von Werner Dombacher,
Georgij Solomonoff auf vimeo, präsentiert von Houman Amjadi,
Heinrich Staub auf vimeo, präsentiert von Marine,
Kazimierz Wawrzyniak auf vimeo, präsentiert von Stefania Hayward,
Eugen Zelený auf vimeo, präsentiert von Bettina Korb.

Link zum Film: Präsentation 2023

Josef Prölls Film zeigt den zweiten Teil der Veranstaltung komplett:
https://vimeo.com/823713309

Marek Makieła präsentiert in seinem Video Ausschnitte der Veranstaltung:
https://vimeo.com/821954376

Link zum Film: Präsentation 2022

Film bei vimeo

Es sprechen in dieser Reihenfolge:

  • 02:30 – Björn Mensing, Pfarrer der Evangelischen Versöhnungskirche in der KZ-Gedenkstätte Dachau, für den Trägerkreis
  • 12:00 – Sabine Gerhardus, Projektleiterin des Gedächtnisbuch und Koordinatorin des Projekts Erinnern des BLLV
  • 20:07 – Marie-Sophie Albrecht, Schülerin des Ignaz-Taschner-Gymnasiums Dachau (ITG), über Ernst Fränkl
  • 26:20 – Petra Stemplinger, Enkeltochter von Xaver Kinateder, anstelle von Andreas Decker, über Xaver Kinateder
  • 35:40 – Emanuel Kieslinger, Schüler des ITG, über Leonhard Roth
  • 44:57 – Amelie Sparr, Schülerin des ITG, über Ernst Jetter
  • 52:24 – Hans Paulus, Pfreimd,  über Petrus Mangold
  • 1:03:51 – Hedi Bäuml und Mileen Sentürk, Lehrerin und Schülerin des ITG, über Alfred Grünebaum/Gruen
  • 1:17:57 – Anna Brandmeier, Schülerin des ITG, über Georg Wagner
  • 1:27:11 – Jos Sinnema, niederländischer Journalist, über Nico Staal
  • 1:35:24 – Anna Schlichenmayer, Schülerin des ITG, über Josef Gunzenhäuser
  • 1:41:38 – Emilie-Sophie Gebhardt, Schülerin des ITG, über Josef Pröll sen.
  • 1:48:25 – Anna-Lena Köpf, Schülerin des ITG, über Karl Nolan
  • 1:52:54 – Josef Pröll jun., Sohn von Josef Pröll sen. und Enkel von Karl Nolan, als Ehrengast
  • 2:02:08 – Annerose Stanglmayr, Geschäftsführerin des Dachauer Forums, für den Trägerkreis

Musikalische Begleitung: Streichquartett des Ignaz-Taschner-Gymnasiums: Ozan Gündogdu, Marie König: Violine, Jutta Wörther: Viola und Leitung, Jonas Wende: Violoncello

Link zum Film: Präsentation 2021

Film bei vimeo

Vorgestellt werden folgende Gedächtnisblätter:

Hermann Enzmann (von Peter Frey)

Arthur Berlinger (von Theresa Ziegler)

Nikolai Sergejewitsch Adamtschik (von Anastasiia Lapteva)

Otto, Rudolf und Theodor Endres (von Lena Richter und Diana Unger)

Wladimir Iwanowitsch Dschelali (von Kristina Eremina)

Erich Finsches (von Erhard Bosch)

Walter Neff (von Laura Knall)

Leo Baerwald (von Jan Schock)

Peter Perel (von Irina Grinkevich)

Die Links führen zum Verzeichnis der Gedächtnisblätter auf dieser Website, wo entweder das Gedächtnisblatt oder eine Kurzbiographie zugänglich ist.

Weitere Informationen zum Präsentationsfilm

Das Projekt „Gedächtnisbuch für die Häftlinge des KZ Dachau“ veröffentlicht am Montag, 22. März 2021, 15 Uhr, zum 88. Jahrestag der Errichtung des Konzentrationslagers Dachau die digitale Präsen­tation der neuen Biographien auf dem YouTube-Kanal der Evangelischen Versöhnungskirche in der KZ-Gedenkstätte Dachau.

Erich Finsches (93) und Peter Perel (92), zwei der wenigen Dachau-Überlebenden, die noch als Zeit­zeugen aktiv sein können, beteiligen sich aus Wien und Freiburg mit Videobotschaften, ebenso die Tochter des leider jüngst verstorbenen Wladimir Dschelali aus der Ukraine.

Mit Reinhard Enzmann und Alfred Ullrich wirken Angehörige von Porträtierten bei den Filmauf­nahmen in der Versöhnungskirche auf dem Gelände der KZ-Gedenkstätte Dachau mit.

Nach intensiver ehrenamtlicher Recherche und kreativer Gestaltung stellen die jugendlichen und erwachsenen Autorinnen und Autoren, unter ihnen frühere internationale Freiwillige von „Aktion Sühnezeichen Friedensdienste“ an der Versöhnungskirche, ihre Gedächtnisblätter vor. Die darin Porträtierten sind die als Jugendliche zur Zwangsarbeit nach Deutschland verschleppten Ukrainer Nikolaj Adamtschik, Wladimir Dschelali und Peter Perel, der Münchner Rabbiner Leo Baerwald, Arthur Berlinger, jüdischer Lehrer in Schweinfurt, der sudetendeutsche Sozialdemokrat Hermann Enzmann, die Sinti Otto, Rudolf und Theodor Endres sowie Erich Finsches und Walter Neff, die ebenfalls in Österreich nach dem „Anschluss“ 1938 nicht mehr sicher waren.

Zum Zeichen des Gedenkens an die ermordeten oder nach 1945 verstorbenen Porträtierten werden Kerzen entzündet, an die beiden lebenden Zeitzeugen wird mit Rosen erinnert. Unter der Leitung von Jutta Wörther spielt ein Streichquartett des Dachauer Ignaz-Taschner-Gymnasiums Werke von Johann Sebastian Bach, Jacques Berthier und Edvard Grieg. Es wirken mit: Julia Neumann (Violine), Eva Reisky (Violine), Jutta Wörther (Leitung und Viola) und Tizian Foidl (Violoncello).

Der Münchner Dokumentarfilmer Julian Monatzeder dreht den Film in Dachau und integriert die Videobotschaften. Der Trägerkreis des Gedächtnisbuchprojektes dankt dem Landkreis Dachau für die Förderung der Produktion.

Die Dokumentation wird am 22. März 2021, 15 Uhr, veröffentlicht. Wir erinnern damit zugleich an die ersten Häftlinge des Konzentrationslagers Dachau, die am Nachmittag des 22. März 1933 ein­geliefert wurden.

Am Jahrestag der Errichtung des Konzentrationslagers Dachau findet seit mehr als 20 Jahren die Präsentation der neuen Biographien für das Gedächtnisbuch statt, anfangs in der Versöhnungskirche, wo sich auch der Lesetisch mit den Gedächtnisblättern befindet, zuletzt in der größeren Klosterkirche Karmel Heilig Blut Dachau. 2020 musste die Präsentation wegen der Corona-Pandemie leider kurz­fristig abgesagt werden. Für 2021 entschied sich der Trägerkreis für das digitale Format. Der Film bleibt längere Zeit auf dem YouTube-Kanal der Versöhnungskirche verfügbar.

Einladung zur Jahrespräsentation und das Programm als PDF
Einladung und Programm 22.3.2021